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30.04.2018 OTZ

Mit Mozart und Co. für den Erhalt von Schloss Crossen

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23.04.2018 OTZ

Zweiter Hilfseinsatz im Schloss Crossen

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12.03.2018 OTZ

Frühjahrsputz im Schloss Crossen

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Auf dem Turm des Schlosses hoch über der Gemeinde Crossen reicht der Platz nicht für viele Menschen. Höchstens zwei können sich auf dem schmalen Steg ganz oben nebeneinander vorbeischieben. Engelbert Sieler zählt an, dann erklingen vier Blasinstrumente weithin über das Schlossgelände. Sieler und seine Mitmusiker sowie Schlosswache Dirk Panzer tragen barocke sächsische Uniformen.

Zum Arbeitseinsatz des Vereins der Freunde und Förderer des Schlosses Crossen sind sie einerseits gekommen, um die etwa 50 Helfer zu motivieren, die hier die unterschiedlichsten Arbeiten ausführen. Andererseits wollen sie werben. Dafür, dass vom 17. bis 19. August auf dem Schloss etwa 100 Musiker zusammenkommen werden, um das erste Schloss-, Barock- und Musikfestival zu bestreiten.
An der Oberfläche bröckelt es mitunter

Bis dahin ist der Weg allerdings nicht nur weit. Er ist auch mit jeder Menge Dreck besetzt. Jan Borzym gehört zu jenen, die ihm mit Maschinentechnik auf den Leib rücken: Mit dezentem Knattern beginnt die nagelneue Kehrmaschine sich zu bewegen, und das eben noch feste Moos auf und besonders zwischen den Gehwegplatten auf dem Innenhof des Schlosses fliegt mehrere Meter weit durch die Luft. Zurück bleiben Gehwegplatten, die jetzt immerhin in Gänze sichtbar sind. Vereinschef Wolfgang Maruschky ist mit einer Gartenhacke bewaffnet und blinzelt vor dem Schlossportal in die Sonne. „Es ist wunderbar, wie viele Leute gekommen sind, um hier mitzuhelfen.“ Die Liste der Aufgaben ist lang. Der Saal muss gewischt werden, Fenstersimse und Heizungen müssen vom Staub befreit werden. Auch in den Gängen hat sich mitunter Staub gesammelt, mancherorts bröckeln Putz und Farbe von den Wänden. „Aber die Bausubstanz darunter ist erstaunlich gut in Schuss“, sagt Maruschky.

Dann ruft er durchs Portal: „Uwe, du musst hier Arbeit verteilen!“ Er meint Bürgermeister Uwe Berndt (Linke). Der tut wie ihm geheißen und weist einige Frauen und dann ein paar Männer an, was als nächstes auf der Liste steht. Derweil wird aus dem Innenhof eimerweise das Moos hinausgetragen und auf die Ladefläche eines kleinen Lasters gekippt. „Kaum auszudenken, wie viel wir allein mit dem Moos zu tun hätten ohne die Hilfe der Kehrmaschine“, sagt der Vereinschef. Mit der Hacke haben er und einige andere Helfer direkt an den Hauswänden das Moos entfernt, dort, wo die Maschine nicht hinkommt.

Die touristische Erschließung hat man bei den Arbeiten ebenfalls im Blick: Im Kavaliershaus sollen drei der Räume modernisiert werden. „Da schaffen wir heute die Grundvoraussetzungen“, berichtet Maruschky. Hier sollen einmal Gäste des Schlosses begrüßt werden. Mit Hilfe moderner Technik will man hier zum Beispiel etwas zur Geschichte des Schlosses vermitteln. Die erläutert Vereins-Schatzmeister Herbert Pietsch im Saal den fünf barock gekleideten Musikern, die hier nicht nur gespielt haben, sondern auch ein paar Aufnahmen für sich machen wollen im großen Saal. Pietsch, der den großen Raum nass durchwischt, stützt seine Hand auf den Wischmopp und erzählt. Zum Beispiel von Edmund von Bockum-Dollfs, in dessen Eigentum ab 1925 das Schloss gekommen und verfallen sei, weil der sich nicht gekümmert habe.
Nicht jeder Besitzer hat sich gekümmert

Gegen viertel nach elf tönt der Ruf des Bürgermeisters nach oben in den Saal: „Kaffee ist fertig!“ Um neun haben die Arbeiten begonnen. Dauern sollten sie noch bis zum Nachmittag. Danach, so lobt Bürgermeister und Vereinsmitglied Uwe Berndt: Toiletten, Gänge, das Goethe- und Musikzimmer – an vielen Stellen sei es nun richtig sauber. „Viel Staub ist mit Ölspänen gebunden worden, teilweise sieht es fast aus wie neu.“ Auch die ortsansässigen Gewerbe, etwa der Gasthof Weißes Ross, das Partyteam Stefan Borzym und weitere hätten ihren Teil beigetragen, auch für die Versorgung der Helfer. Zudem habe die Firma Lucas aus Jena LED-Lampen zum Anstrahlen des Schlossturms gespendet. Nun sei eine kostengünstige Erleuchtung der Sehenswürdigkeit möglich. Dann kann der Sommer im Schloss ja kommen.
Florian Girwert / 12.03.18

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03.03.2017/mdr

Nach dem Kauf von Schloss Crossen durch Bad Köstritz will die Stadt zeitnah wieder Leben in die Gemäuer bringen.

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23.02.2017 Bad Köstritz will Schloss Crossen kaufen

Der Stadtrat in Bad Köstritz hat gestern den Kauf des Schlosses Crossen beschlossen.

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360 500 Euro will die Kommune im benachbarten Landkreis Greiz für den Kauf aufbringen. Damit soll einem drohenden Verkauf der denkmalgeschützten und stark sanierungsbedürftigen Immobilie an Reichsbürger oder die NPD zuvorgekommen werden. Crossen selbst könne sich den Kauf nicht leisten, sagt Bürgermeister Uwe Berndt (Linke), wohl aber Bad Köstritz, versichert dessen Bürgermeister Dietrich Heiland (CDU).

Am 4. März soll das Schloss versteigert werden. Nachdem es die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen vor etwa zehn Jahren verkauft hatte, gehört es derzeit zwei Iren. Es gebe starke Anzeichen dafür, dass Vertreter der nationalistischen Szene, das Schloss erwerben wollen, sagt Uwe Berndt. Deshalb wolle die Kommune das Schloss durch Kauf noch vor der Versteigerung sichern.

Zur Betreibung des Schlosses wollen beide Kommunen eine Zweckvereinbarung treffen, diese bedarf der Zustimmung durch dir Kommunalaufsicht. Ein Nutzungskonzept gibt es bislang nicht. Aber Ideen: etwa für die Veranstaltungen des Heinrich-Schütz-Hauses.

Der Investitionsbedarf liegt bei zehn bis zwölf Millionen Euro. Die Bürgermeister Berndt und Heiland verweisen auf Fördermittelzusagen vom Land. Die anstehenden Kosten sorgen für hohe Wellen in den Nachbargemeinden im Elstertal. Käme es zur Bildung einer Landgemeinde, hätten die anderen Mitglieder an den Folgekosten des Schlosserwerbs zu tragen.

Angelika Munteanu / 23.02.17

http://www.crossen.de/forumphpbb3/viewtopic.php?f=1&t=40&p=5818#p5817

 

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20.02.2017 MDR

Der Mitteldeutsche Rundfunk befaßte sich am Wochenende ausgiebig mit dem Schloss.

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Im Fernsehbeitrag kamen 3 unserer Vereinsmitglieder auch zu Wort.

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19.11.2014/OTZ

Auf den Spuren der Schlossherrin von Crossen

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Wer durch Crossen oder an Crossen vorbei fährt, kommt an einem Blick auf das Schloss nicht umhin. Die barocke Schlossanlage steht seit den 1990er-Jahren leer und wurde in den vergangenen Jahren - wenn überhaupt - nur sporadisch genutzt.

Die heutige Anlage des Schlosses Crossen stammt aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts. Vom Teich in der Ortsmitte aus zeigt das Barockensemble sich von seiner Schokoladenseite. Foto: Julia Schäfer

Crossen. Das Gebäudeensemble stammt aus dem Beginn des 18."Jahrhunderts. Glanzstück sind die Illusionsmalereien im Festsaal. Die Familie von Flemming war für rund 200 Jahre im Besitz des Schlosses, in denen es aber selten bewohnt war.

Wolfgang Maruschky vom Verein der Freunde und Förderer des Schlosses Crossen. Foto: Julia Schäfer Wolfgang Maruschky vom Verein der Freunde und Förderer des Schlosses Crossen.


Foto: Julia Schäfer

Seit rund eineinhalb Jahren versucht der Verein der Freunde und Förderer des Schlosses Crossen, sich nun für den Erhalt und eine neue Nutzung der historischen Gebäude einzusetzen. Ein aktueller Termin für die Vereinsmitglieder um Wolfgang Maruschky steht im Januar auf der Agenda. Am 3. und 4. Januar wird der 90. Todestag der letzten Schlossherrin Elisabeth von Heyking begangen. Die Schriftstellerin, eine geborene von Flemming, war die letzte, die bis zu ihrem Tod 1925 dort wohnte. Ihr Ehemann Edmund war Gesandter des Deutschen Reichs unter anderem in China, Indien und Mexiko, von wo Elisabeth allerhand Kunstgegenstände mitbrachte und worüber sie in ihren Büchern schrieb.

Historisches Porträt von Elisabeth von Heyking. Archivfoto: Ute Rückert Historisches Porträt von Elisabeth von Heyking. Archivfoto: Ute Rückert

Dazu hat Maruschky den Historiker und Politikwissenschaftler Herward Sieberg eingeladen, der am Sonnabend, 3. Januar, einen Vortrag halten wird. Sie-berg ist Autor des Buchs "Elisabeth von Heyking: Ein romanhaftes Leben". Außer diesem Vortrag sind eine Ausstellung und weitere Programmpunkte im Klubhaus Crossen geplant. Wer zur Ausstellung etwas beisteuern kann, wird gebeten, sich bei Maruschky unter der Telefonnummer (0172) 3677780 zu melden und die Exponate als Leihgabe zur Verfügung zu stellen.

Am Sonntag, 4. Januar, sind ein Gottesdienst und eine Wanderung zum Gedenkstein am Mühlberg geplant. Das genaue Programm steht noch nicht fest, es soll aber in den nächsten zwei Wochen veröffentlicht werden.

Maruschky hat einen großen Teil Heykings Bücher gelesen und findet die Beschreibungen aus fernen Ländern nicht nur historisch interessant. Sie habe eine feine Beobachtungsgabe gehabt, was das damalige Leben in Indien, China oder Mexiko anbelangt, findet er.

Im Schloss, das momentan für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, sind keine Möbel, Teppiche oder ähnliches mehr vorhanden, die Elisabeth von Heyking aus China, Mexiko, Indien und den anderen Einsatzorten ihres Mannes mitgebracht hatte. Das sei alles 1925 versteigert worden, erklärt Maruschky. Der Zustand des Schlosses sei momentan nicht besonders gut, aber so, dass alles noch "revitalisierbar" sei.

"Das Schloss ist wichtig für die Region und ein wichtiges Kunst- und Kulturgut", schätzt Maruschky ein. Der ehemalige Geschäftsführer von Silbitz Guss hat aber auch persönliche Bindungen an das Barock­ensemble: Er ist im Schloss zur Schule gegangen und seine Vorfahren, die Tischler waren, haben dort viel hergestellt.

Das Ziel seines Vereins ist der Erhalt des Schlosses. Die Mitglieder wollen möglichen Investoren einen Weg bahnen, um eine Nutzung für die Gebäude zu finden. "Ziel ist nicht, das Schloss zu kaufen. Erst muss ein Investor her, der Geld und ein Konzept hat", sagt Maruschky. Ein weiteres Ziel sei es, das Erbe zu pflegen, wie jetzt mit der Veranstaltung zum 90. Todestag von Elisabeth von Heyking.

Julia Schäfer / 19.11.14 / OTZ

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12.03.2014/OTZ

Neuer Verein setzt sich für Schloss Crossen ein

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Vor ein paar Monaten hat der Verein "Freunde und Förderer des Schlosses Crossen" seine Arbeit aufgenommen. Hauptziel ist es, Investoren für das teils marode Gebäude zu finden.

Crossen. Hoch über der Elstergemeinde, weithin sichtbar, thront das Schloss von Crossen. Doch was aus der Ferne majestätisch aussieht, beginnt bei näherem Hinschauen ordentlich zu bröckeln. Seit 1991 stehen die Gebäude leer - und verfallen. Das wollen die "Freunde und Förderer des Schlosses Crossen" nicht so ohne Weiteres geschehen lassen. Seit ein paar Monaten steht der Verein im Vereinsregister, zählt derzeit 16"Mit­glieder. "Unser Ziel ist es, die Historie und die Tradition des Schlosses fortzuführen", sagt Wolfgang Maruschky, Vorsitzender des Vereins. Dabei wolle man aber nicht als Geldgeber, sondern vielmehr als Mittler und Katalysator für mögliche Investoren agieren. "Wir wollen sie dabei unterstützen, hier sesshaft zu werden." Orientiert werden soll darauf, im Schloss wieder eine Bildungseinrichtung samt Internat unterzubringen. 1953 wurde im Schloss das Institut für Lehrerfortbildung gegründet, das bis 1991 existierte. Mit den derzei­tigen Eigentümern herrsche Einigkeit: "Die wollen so schnell wie möglich verkaufen", so Maruschky. Die Bedingungen seien klar und akzeptabel, zwei Interessenten habe es auch schon gegeben, die dann aber doch wieder abgesprungen waren. Im Rahmen seiner Möglichkeiten will der Verein das Schloss der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen. Führungen und Veranstaltungen im Schloss oder über das Schloss und seine Geschichte seien denkbar. Vorhandene Dokumente sollen gesammelt und aufbereitet werden, gerne auch mit Hilfe von Zeitzeugen. Auch eine Internetpräsenz ist derzeit im Aufbau. Das Schloss wurde 955 erstmalig erwähnt. Nach 1700 wurde es zum Barockschloss umgebaut, zu dieser Zeit wurde auch der Festsaal errichtet. Der Vorhof zum Schloss wird von zwei Kavalierhäuschen, einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude zur damaligen Unterbringung der Bediensteten, Garagen und einem Internatsgebäude aus den 60er Jahren eingefasst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus erst Umsiedlerauffanglager, bevor das Institut für Lehrerfortbildung hier einzog. Der Turm und ein Teil der ­Dächer wurden nach Angaben der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Ende der 90er Jahre saniert. Sanierungsbedarf besteht im Erd- und im ersten Obergeschoss. Außerdem müssten alle Ver- und Entsorgungssysteme erneuert werden. Das Schloss verfügt aber über eine Gasheizung, die den gesamten Komplex mit Wärme und Warm­wasser versorgen kann. Die Kavalierhäuschen und die Wirtschaftsgebäude haben ebenfalls dringenden Modernisierungsbedarf. Hingegen könnten die Internatsräume sofort genutzt werden, da sie laut LEG in einem baulich und statisch ­gutem Zustand sind. "Wir suchen natürlich nach weiteren Mitgliedern", sagt Wolfgang Maruschky. Die müssten auch keine großen Geldsummen als "Mitgift" mitbringen. "Wir suchen Leute, die Interesse am Schloss haben und die etwas bewegen möchten", so der Vereinsvorsitzende. Das Crossener Schloss dürfe nicht aus dem öffentlichen Blickfeld verschwinden, denn es gehöre zum Elstertal und zu Ostthüringen. "Außerdem könnte ein Neuanfang im Schloss zum Motor für die gesamte Region werden", ist Maruschky überzeugt. Wer Kontakt sucht, kann sich an den "Freunde & Förderer e.V.", Nöben 3, in Crossen wenden, Tel.: (0172) 367"77"80. @ Mehr Infos zum Verein auch im Internet unter: www.schloss-crossen.de

Susann Grunert / 12.03.14 / OTZ

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